April 1st, 2010

Weisses Kreuz-2009

Hallo an alle,

 

Ich möchte mich vorstellen, ich heiße Abdel El Abchi und stamme aus Marokko und bin in Südtirol seit 8 Jahren und ich arbeite als Interkultureller Mediator und Berater mit verschiedenen Organisationen und Ämtern. Ich finde es respektlos und ohne Wertschätzung, was am Samstag passiert ist. Durch Zeitungen und Treffen mit marokkanischen Jugendlichen, habe ich erfahren, wie ihr behandelt worden seid, als ihr einen Jugendlichen retten wolltet. Diejenigen, die euch angegriffen haben, wissen noch immer nicht, dass ihr zuständig seid für alle Menschen, egal ob gelb, schwarz, braun, weiß, ob Muslime, Juden, Buddhisten, Christen…Außerdem machen viele von Euch diese Arbeit freiwillig.  Es gibt einen großen Teil von Ausländern, die euere Arbeit  und eueren Einsatz schätzen. Sie wissen auch, dass ihr  in der Nacht nicht schläft, wenn ihr zu tun habt, dass  ihr riskiert, um den Leuten das Leben zu retten, dass ihr für uns da  seid. Im Namen dieser MigrantInnen bedanke ich mich bei  Euch allen und ich werde durch meine Arbeit ( Kinder, Jugend und Erwachsene) versuchen, Euren Einsatz und Euer Engagement weiterzuvermitteln.

 

Mit freundlichen Grüßen.

 

Abdel

April 1st, 2010

HALLOMAROC!

Jugendaustausch  Aufenthalt in Marokko  20. - 27. Juni 2010

 

Für jeden Blick, den wir zurückwerfen, müssen

 wir in Zukunft zwei Blicke nach vorne machen

 (arabisches Sprichwort)

 

Warst du schon einmal in Marokko? 

Marokko ist ein faszinierendes Land, in dem wir viel Ungewohntes und Neues entdecken können. Es ist ein Land, aus dem viele EinwandererInnen in Südtirol stammen und schon deshalb interessant zum Kennenlernen ist.

 

Die beiden Landesämter für Jugendarbeit organisieren für diesen Juni einen einwöchigen Aufenthalt für SüdtirolerInnen in Marokkos Hauptstadt Rabat, und zwar vom 20. bis 27. Juni 2010.

 

Dabei könnt ihr mehr als touristische Sehenswürdigkeiten kennenlernen, ihr werdet mit 10 – 20 marokkanischen Gleichaltrigen deren Alltag erleben und auch bei Familien untergebracht sein.

 

Programm

Das Programm wird in Zusammenarbeit mit dem Partnerverein Bassma in Marokko vorbereitet, aber es sind auch Änderungen, die von den TeilnehmerInnen vorgeschlagen werden, möglich. Einige Stunden am Tag wird den marokkanischen Jugendlichen Deutsch (bzw. Italienisch) vermittelt und die SüdtirolerInnen werden in die arabische Sprache eingeführt. Die meiste Zeit aber können sie in Begleitung von marokkanischen Jugendlichen in deren Kultur eintauchen.

 

 

Wer kann teilnehmen? 

Es werden 8 Südtiroler Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren ausgewählt - eine Mischung zwischen den Geschlechtern und der deutschen, italienischen und ladinischen Sprachgruppe.

Zusätzlich werden 2 Kontaktpersonen aus der Jugendarbeit die Gruppe von Anfang an begleiten. Hilfreich sind Basiskenntnisse in Französisch.

 

Vorbereitung: 

Wer sich bis 20. April 2010 angemeldet hat, wird zu einem Vortreffen eingeladen, wo alle Details erklärt werden. Verpflichtend sind zwei Vorbereitungstage am 16. und 17. Juni, wo es um die Kommunikation geht: wie kann ich mich verständigen, was kann ich von meiner Sprache vermitteln und mit welchen Methoden, welche Missverständnisse könnte ich vermeiden? Damit sollen die Voraussetzungen für einen wirklichen Austausch geschaffen werden und eine geistige Öffnung sowie menschliche und kulturelle Bereicherung erfolgen.

 

Anmeldung mit Formular  www.provinz.bz.it/jugendarbeit > Aktuelles 

 

Teilnahmebeitrag: 200,00 € insgesamt

 

Information

Gerda Gius, Amt für Jugendarbeit

Tel. 0471 413373

gerda.gius@provinz.bz.it

 

November 28th, 2009

4=1: Kalender bringt Kulturen zusammen

4=1, vier Redewendungen zu einer Bedeutung in den vier in Südtirol meist vertretenen Sprachen (deutsch, italienisch, ladinisch und arabisch) in einem Kalender mit witzigen Illustrationen von Sibylle Vogel – so präsentiert sich der neue Kalender, herausgegeben von der OEW und dem Amt für Jugendarbeit und erschienen bei Edition Raetia. Er versteht sich als Instrument zur Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen.

Die Idee zu diesem interkulturellen Kalenderprojekt stammt von dem interkulturellen Mediator Abdelouahed El Abchi, der bereits im Jahr 2007 eine Anleitung für Südtiroler und arabische Kartenspiele in Arabisch und deutsch bei Edition Raetia herausgegeben hat. In Zusammenarbeit mit Petra Veneri und Ingrid Runggaldier vom Amt für Sprachangelegenheiten und mit den Sprachwissenschaftlerinnen Brigitte Foppa und Elisabeth Ramoser ist das Sprachmaterial, die Redewendungen, zusammengetragen worden.

Gerda Guis vom Amt für Jugendarbeit und die Organisation für eine solidarische Welt OEW haben das Projekt ideell und finanziell begleitet. Auch das italienische Amt für Jugendarbeit beteiligte sich an diesem Projekt. Die Weiterführung des Projekts ist bereits beschlossene Sache.

Auch Landesrätin Sabina Kasslatter Mur hat das Projekt des viersprachigen Kalenders gerne unterstützt. Zum einen, weil er eine kulturelle Bereicherung darstellt, und zum anderen, weil er eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit erfordert zwischen den Ämtern für Jugendarbeit, für Weiterbildung, für Schule und Kultur.

Auch in der Schule für den Erst-, Zweit- und Drittsprachenunterricht lasse er sich gut einsetzen, so Kasslatter-Mur. Daher werde sie für die Verbreitung des Kalenders in den Schulen sorgen. Kasslatter Mur betont die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen zum jeweiligen Verständnis zwischen den Kulturen.

In die gleiche Kerbe schlägt Silvia Pitscheider, Geschäftsführerin der Organisation für eine solidarische Welt OEW: Die Immigration werde zunehmen, die Gesellschaft Südtirols könne sich nicht dagegen verschließen. Die Angst vieler Südtiroler, die eigene Identität zu verlieren, sei historisch bedingt, legitimiere aber nicht die Ausgrenzung der neu Zugewanderten. Die Angst zu nehmen und den Austausch zwischen den Kulturen zu ermöglichen, das könne der Kalender „4=1“ leisten.

Der bei Edition Raetia erschienene Kalender ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.file:///Users/abdel/Desktop/4=1.1.jpg

April 8th, 2009

Die Bedürfnisse des Integrationsprozesses

Die Integration ist kein Ziel sondern sie ist ein komplizierter Prozess, der nicht nur Rationalität und technische Lösungen braucht, sondern auch persönliche Bereitschaft am Prozess teilzunehmen. Das heißt, ich muss mir meiner Lese weiter…

März 9th, 2009

Wer HAT Angst, vorm weißen Mann? I net… und du?

“ich schaue zwar dunkler aus als du, aber unsere Vorschlägehaben die gleiche Farbe!”Kurze Beschreibung:Es sind nicht nur die Einheimischen, die Angst vor den Ausländern haben, sondern haben auch die  Außländer  Angst vor den Einheimischen … Es gibt keine Kontakte ohne Angst.  Die Angst zeigt uns unsere Grenzen Lese weiter…

März 9th, 2009

Wer HAT Angst, vorm weißen Mann? I net… und du ?

“ich schaue zwar dunkler aus als du, aber unsere Vorschläge haben die gleiche Farbe!”Beschreibung des Projektes:Es sind nicht nur die Einheimischen, die Angst vor den Ausländern haben, sondern auch die Außländer haben Angst vor den Einheimischen … Lese weiter…

Februar 16th, 2009

Keine Integration ohne Partizipation

Interkulturelles Zusammenleben ist ein Prozeß, der sich über Jahren oder auch Jahrzehnten hinziehen kann. Der Verlauf dieses Prozesses hängt von vielen Faktoren ab, dennoch lassen sich in Groben drei Entwicklungsstufen feststellen uzw, die Stufe der Wahrnehmung, die Stufe des ersten Kontaktes und die Stufe des interkulturellen Zusammenlebens. Lese weiter…

Dezember 11th, 2008

Südtirol ist auch meine Heimat

Heimat…Wenn ich das Wort höre, ich zittere, weil ich mich wie ein Lese weiter…

November 7th, 2008

Mia storia con due vigili urbani a Bolzano

Ieri mentre tornavo dal lavoro verso le 19.40, temendo di perdere il treno, Lese weiter…

Oktober 17th, 2008

Ausländer Zuerst…

Fremdsein und die 40…Politiker

Salam Liebe Südtirolerische Jugendlichen,

Der Umgang mit Jugendlichen aus anderen Kulturkreisen ist Lese weiter…